BHP - Gruppe Kettwig
Begleithundeprüfung des DTK - BHP 1, 2, 3, G

Prüfungszeitraum: Unbefristet

Zulassungsvoraussetzungen: Alle Hunde, ohne Altersbegrenzung.

Meldezahl: Maximal 12 Hunde je Richter bei BHP I - III
Maximal 18 Hunde je Richter bei BHP-Einzelprüfungen

Melde- und genehmigungspflichtig:
Mit Terminmeldekarte zur Veröffentlichung im DH.
Letzter Abgabetermin: 1. des Vormonats
Bitte Doppelausgabe beachten.

Richter: Die Prüfung muss von einem DTK-Richter abgenommen werden.
Er muss aus einer anderen Gruppe/Sektion sein.

A. Allgemeine Bestimmungen
Unsere heutige Umwelt fordert den sozialverträglichen, wesensstarken und doch leichtführigen Begleithund. Der aggressive Hund ist nicht erwünscht.
Wir verlangen neben dem Gehorsam, Sicherheit im Straßenverkehr und Gelassenheit gegenüber Artgenossen und Menschen.

1. Die Begleithundeprüfung soll die Ausbildung des Hundes als gehorsamen Jagd-, Familien- und Begleithund nachweisen.
2. Die Prüfung kann überall auf geeignetem Gelände über das ganze Jahr hinweg durchgeführt werden.
3. Bei jeder Änderung im Bewegungsablauf des Hundes darf der Hundeführer das dazugehörige Kommando geben.
4. Die gezeigten Leistungen der DTK-Hunde werden zuchtbuchmäßig erfasst.
5. Alle Hunde erhalten einen Begleithunde-Pass.
6. Wiederholungen sind möglich.
7. Nur bestandene Prüfungen und Bewertungen werden in die Ahnentafel des Teckels eingetragen.


B. Gliederung der Prüfung

1. Gehorsam (BHP 1)

1.1 Führigkeit
Der Hund folgt seinem Hundeführer an der linken Seite, angeleint, ohne an der Leine zu ziehen.
Dabei müssen Hindernisse gewandt überwunden werden (Hindernisse ca. 30 x 30 x 100 cm).
Die Führigkeit lässt sich prüfen, indem der Hundeführer mit dem nicht zu kurz
angeleinten Hund Bäume oder Pfosten umgeht.
Anschließend geht er ca. 30 m frei bei Fuß.
Dann geht er angeleint kreuz und quer durch eine Menschenansammlung (mindestens sechs Personen, einige
davon mit Hund). Danach bleibt der Hund am Fuß des Hundeführers stehen oder sitzen.
Die gesamte Arbeit kann vom Hundeführer frei durchgeführt werden.

Fachwertziffern-Vergabe:
Führigkeit teilweise frei Fachwertziffer 2
Führigkeit frei Fachwertziffer 5

1.2 Folgsamkeit
Der Hundeführer schnallt den Hund auf Anweisung und lässt ihn einige Zeit frei laufen (Entfernung ca. 30 - 50 m). Trennt sich der Hund nicht vom Führer, geht dieser auf Anweisung des Richters mit dem freilaufenden Hund zu einem markierten Punkt in ca. 50 m Entfernung. Der Hund bleibt sitzen und der
Hundeführer kommt zum Ausgangspunkt zurück.
Das Hereinkommen des Hundes kann mit und ohne Halt gezeigt werden. Der Hundeführer hat vorher anzu-sagen, welche Variante er wählt.

1.2.1. Ohne Halt - auf Hör- oder Sichtzeichen hat der Hund zügig zu seinem Führer zu kommen und sich von diesem nicht mehr zu entfernen. Erfüllt der Hund diese Aufgabe trotz wiederholter Aufforderung durch den Hundeführer nicht, hat er die Prüfung nicht bestanden.
1.2.2. Mit Halt - Der hereinkommende Hund soll ca. 20 m vor seinem Hundeführer auf Hör- oder Sicht-zeichen Halt machen und wird dort abgeholt. Macht er nicht Halt, hat er die Prüfung nicht bestanden.

Fachwertziffern-Vergabe:
Folgsamkeit Fachwertziffer 5
Folgsamkeit mit Halt Fachwertziffer 10

1.3 Ablegen
Die Hunde sind an einer freien Stelle mit genügend Überblick in Gruppen bis zu vier Hunden zu prüfen.
Die Hunde werden im Abstand von ca. 10 m, nebeneinander frei oder angeleint abgelegt. Sie können auf einer persönlichen Unterlage Platz nehmen.
Die Hundeführer entfernen sich gemeinsam ca. 50 m. Eine Sichtverbindung darf bestehen. Die Hunde dürfen den Kopf hochheben oder sich setzen, jedoch den Platz nicht weiter als maximal einen Meter verlassen. Geben sie anhaltend Laut, winseln sie ständig, verlassen sie den Platz oder ziehen sie an der Leine, so sind sie von der weiteren Prüfung auszuschließen.
Während der Ablegezeit geht der Prüfungsleiter oder ein Helfer mit einem angeleinten, nicht an der Prüfung teilnehmenden Hund in einer Entfernung von ca. fünf Metern an den abgelegten Hunden vorbei.
Die Ablegedauer beträgt fünf Minuten, um dem Richter genügend Zeit zu geben, jeden einzelnen Hund genau zu beobachten.

Fachwertziffern-Vergabe:
Ablegen angeleint Fachwertziffer 2
Ablegen frei Fachwertziffer 5


1.4 Verhalten bei Geräuschen
Zur Prüfung des Verhaltens bei Geräuschen bewegt sich der Hund frei von der Leine, mindestens 10 m
vom Hundeführer entfernt, im Gelände. Der Prüfungsleiter oder ein Helfer schlägt kräftig mit einem Metall-
hammer (Abstand zum Teckel ca. 10 m) gegen ein hängendes Stahlrohr ( 90 mm x 4 mm x 300 mm).
Hunde, die Angstreaktionen zeigen, sind nach 30 Minuten nochmals zu prüfen. Reißen sie auf den Lärm hin
aus oder suchen sie sich zu verkriechen, haben sie die Prüfung nicht bestanden.

Fachwertziffern-Vergabe:
Verhalten bei Geräuschen Fachwertziffer 5

1.5 Verhalten gegenüber Menschen
Zur Prüfung des Verhaltens gegenüber Menschen legt der Hundeführer seinen Hund frei bei Fuß ab und verharrt mit ihm zusammen an einem Punkt. Mindestens 6 Menschen bewegen sich sternförmig bis unmittelbar auf Hundeführer und Hund zu. Sie gehen langsam und ohne Drohgebärden. Sie entfernen sich wieder und gehen zum zweiten Mal schnell, energisch und unter Händeklatschen auf den Hundeführer und seinen Hund zu. Der Hund soll sich Menschen gegenüber ruhig und gelassen zeigen. Der Hund darf den Kreis verlassen ohne Fluchtreaktionen zu zeigen.

Fachwertziffern-Vergabe:
Verhalten gegenüber Menschen Fachwertziffer 5

1.6 Verhalten im Straßenverkehr
Zur Prüfung des Verhaltens im Straßenverkehr geht der Hundeführer mit seinem Hund an lose hängender Leine auf dem Gehweg einer normal befahrenen Straße. Ein Radfahrer überholt in geringem Abstand mit Klingelzeichen den Hundeführer und seinen Hund. Ein Fußgänger kommt dem Hundeführer entgegen und spannt in Höhe des Hundes einen Regenschirm auf. Er fragt den Hundeführer etwas anhand einer mitgeführten Zeitung.
Auf Anweisung des Prüfungsleiters überquert der Hundeführer mit seinem angeleinten Hund die Straße. Vor dem Überqueren muss der Hund deutlich anhalten oder sich setzen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht der Hundeführer mit dem Hund wieder zurück und überquert die Straße zum zweiten Mal.
Der öffentliche Verkehr darf nicht behindert werden.
Den Fußgängern und dem Fahrverkehr gegenüber soll sich der Hund gelassen und ruhig verhalten, er soll seinem Hundeführer aufmerksam und willig folgen.

Fachwertziffern-Vergabe:
Verhalten im Straßenverkehr Fachwertziffer 5


2. Führersuche und Warten (BHP 2)

2.1 Führersuche
Unsere Hunde haben von Natur aus einen ausgeprägten Spur- und Finderwillen. Es gehört daher zu ihren
bevorzugten und besonders beliebten Arbeitsaufgaben Spuren und Fährten auszuarbeiten. Besonders bereit-
willig und freudig suchen sie ihren Führer oder ihre Führerin.
Zur Prüfung der Führersuche geht der Hundeführer zusammen mit einem Helfer im offenen Gelände oder in
einem Altholzbestand ca. 300 m mit zwei rechtwinkligen Haken. Beide haben sich ruhig zu verhalten.
Der zu prüfende Hund wird von einem Helfer gehalten und darf die sich entfernenden Personen nicht beob-
achten.
Unmittelbar danach wird der zu prüfende Hund vom Richter am Spurbeginn angesetzt. Der Hund hat die
Fährte frei und zügig auszuarbeiten und muss seinen Führer finden.
Der Richter darf den Hund höchstens dreimal am Spurbeginn neu ansetzen.

Fachwertziffernvergabe:
Führersuche Fachwertziffer 5

2.2 Warten
Der Hund muss auch einmal vor einem Gebäude, in das er nicht hinein darf, warten. Dazu ist er vor dem
Gebäude in der Nähe des Eingangs anzuleinen. Der Hundeführer begibt sich in das Gebäude ausser Sicht des Hundes.
Der Hund hat fünf Minuten unter Ablenkung durch Helfer ruhig auf seinem Platz zu warten.
Folgende Ablenkungen sind zu prüfen: 1. Jogger
2. Radfahrer
3. Mensch mit Hund
Zeigt er aggressives Verhalten, gibt er Laut, winselt ständig oder zerrt an der Leine, so hat er die Prüfung nicht bestanden.

Fachwertziffernvergabe:
Warten Fachwertziffer 5

3. Wasserfreude (BHP 3)
Der überwiegende Teil unserer Hunde zeigt eine ausgeprägte Freude am und im Wasser. Dies ist ein zusätz-licher Hinweis auf die Wesensfestigkeit des Hundes.
Zur Prüfung der Wasserfreude wird ein beliebiger, schwimmfähiger Gegenstand vom Hundeführer mindestens 6 - 8 m weit in tiefes, stehendes Wasser geworfen.
Der Hund soll freiwillig den Gegenstand bis zum Ufer holen. Die einmalige Wiederholung und Zuspruch durch den Führer sind gestattet. Verläuft auch der zweite Versuch negativ, ist die Wasserfreude nicht bestanden.

Fachwertziffern-Vergabe:
Wasserfreude Fachwertziffer 6
Bringen aus tiefem Wasser Fachwertziffer 4

C. Vergabe der Leistungsnoten (LN)

Zusätzliche Einwirkungen durch den Hundeführer führen zu Punktabzügen.

Die Leistungen sind wie folgt zu bewerten:
Sehr gut Leistungsnote 4
Gut Leistungsnote 3
Genügend Leistungsnote 2
Mangelhaft Leistungsnote 1
Ungenügend Leistungsnote 0

D. Preisvergabe
zur Begleitundeprüfung BHP 1 - 3

LN LN LN LN
Fwz. 1. Preis 2. Preis 3. Preis NB Punkte
1. Gehorsam

1.1 Führigkeit
Angeleint/teilw. frei 2 4 3 2 0
Frei 5 3 2 1 0


1.2 Folgsamkeit
Ohne Halt 5 4 3 2 0
Mit Halt 10 3 2 1 0

1.3 Ablegen
Angeleint 2 4 3 2 0
frei 5 3 2 1 0

1.4 Verhalten bei Geräuschen 5 4 3 2 0
1.5 Verhalten gegenüber Menschen 5 4 3 2 0
1.6 Verhalten im Straßenverkehr 5 4 3 2 0

2. Führersuche und Warten
Führersuche 5 4 3 2 0
Warten 5 4 3 2 0

3. Wasserfreude
Wasserfreude 6 4 3 2 0
Bringen aus dem Wasser 4 4 3 2 0

E. Leistungszeichen

Die Begleithundeprüfung kann in Teilprüfungen oder als eine Gesamtprüfung 1 - 3 an einem Tag durchgeführt werden. Der Hund kann Teilprüfungen bestehen. Besteht er alle drei Teile an einem Prüfungstag, wird ihm das LZ BHP-G zuerkannt.

BHP-1, BHP-2, BHP-3, BHP-G

Teilprüfung BHP-1: Gehorsam
Teilprüfung BHP-2: Führersuche und Warten
Teilprüfung BHP-3: Wasserfreude
Gesamtprüfung BHP-G: Gehorsam, Führersuche und und Warten sowie Wasserfreude

F. Prüfungsgebühren

Die Prüfungsgebühren werden von den Gruppen/Sektionen festgelegt.

 

(c) 2002 Wolfgang Decker decker@teckelsuche.de
letzte Änderung: 09.03.2005 13:54